Barockschloss Mannheim © Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Bertha Benz Memorial Route

Sehenswürdigkeiten

Barockschloss Mannheim

Bismarckstraße 1, 68161 Mannheim

  • Letzer Einlass: 16:30

Eintrittspreise

Erwachsene:
7,00 €
Ermäßigt:
3,50 €
Familien:
17,50 €
Gruppen ab 20 Personen pro Person:
6,30 €

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Luftaufnahme Barockschloss Mannheim © Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
Barockschloss Mannheim © Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Fakten

Barrierefreiheit:
Der gesamte Museumskomplex von Barockschloss Mannheim ist barrierefrei zugänglich.

Allgemeines und Historie

Das Barockschloss Mannheim ist nach Versailles das zweitgrößte geplante Barockensemble Europas und sollte die bedeutende Stellung der Kurfürsten von der Pfalz im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation repräsentieren. 1720 verlegte Kurfürst Carl Philipp die Residenz der Kurfürsten von der Pfalz von Heidelberg nach Mannheim und ließ dort den Grundstein für den Neubau der Schlossanlage legen. Sein Nachfolger, der kunstsinnige Kurfürst Carl Theodor, vollendete die prächtige Residenz, förderte Musik, Theater und Wissenschaften und machte Mannheim zu einem viel gerühmten Musenhof. So zählte unter anderem Mozart zu den prominenten Besuchern des Hofes im 18. Jahrhundert.

Seine zweite Blüte erlebte das Schloss im 19. Jahrhundert, als Erbprinz Karl von Baden und sein Gemahlin Stéphanie de Beauharnais, eine Adoptivtochter Napoleon Bonapartes, Schloss Mannheim als Wohnsitz erhielten. Auch nach dem Tod ihres Gemahls blieb Stéphanie in Mannheim. Aufgrund ihrer vielseitigen musischen und geistigen Interessen entwickelte sich ihr Witwensitz zu einem zwar bescheidenen, doch lebendigen und gesellschaftlich gefragten Hof.

Schloss Mannheim wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Zwei Jahre nach Kriegsende begann der Wiederaufbau. Die Universität nutzte seit den 1950er-Jahren die ehemaligen Schlossräume. Nur wenige Prunkräume wurden rekonstruiert und dienten als „gute Stube“ der Stadt Mannheim. Der von Stéphanie im englischen Stil angelegte Schlossgarten war bereits im 19. Jahrhundert der Industrialisierung gewichen. Die prächtige Beletage, das Hauptgeschoss, mit ihren alten Einrichtungsstücken neu bestückt konnte dagegen im Jahr 2007 ihre Türen wieder für Gäste aus aller Welt öffnen.

Besucherinformationen

Details zu den Öffnungszeiten und weitere Besucherinformationen finden Sie unter: www.schloss-mannheim.de/besucherinformation


Anekdote „Die prunkvolle Hochzeit“

Die Feierlichkeiten gelten als das größte höfische Fest in Mannheims Zeit als Residenz: Am 17. Januar 1742 heirateten Carl Theodor von der Pfalz und Elisabeth Augusta, die Enkelin des Kurfürsten Carl Philipp. Um die prunkvolle Hochzeit ranken sich viele Geschichten. Der Großvater der Braut, Kurfürst Carl Philipp von der Pfalz, hatte eine Schwäche für Prunk und Spektakel. So spottete ein französischer Botschafter 1741 über ihn, dass er mit 80 Jahren den Geschmack eines Zehnjährigen hätte. Dies machte sich auch bei der Hochzeit bemerkbar:

Als der Kölner Erzbischof und Kurfürst Clemens August, der das Paar trauen sollte, in Mannheim eintraf, war die Straße mit Fackeln beleuchtet. Doch durch das heftige Abfeuern von Kanonen versank die Stadt im Rauch. Der achtzigjährige Kurfürst Carl Philipp konnte nur im Rollstuhl an der Hochzeit teilnehmen. Nach der Trauung gab es eine Opernaufführung und eine rauschende Ballnacht im Mannheimer Rittersaal. Der Kurfürst wollte nicht aufs Tanzen verzichten: Er ließ sich in seinem Rollstuhl zur Musik eines Menuetts herumfahren. Dabei verhielt er sich so temperamentvoll, dass ein Umkippen des Rollstuhls und damit der Sturz des erlauchten Fürsten gerade noch zu verhindern war.

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